Mal nüchtern betrachtet: Vor einem Jahr habe ich mir nicht vorstellen können, jemals einen Halbmarathon zu laufen. „Ich? Nein! Niemals!“ Das dürften so ziemlich exakt die drei Worte gewesen sein, die mir durch den Kopf geschossen sind, als Sven Hindl und Bernd Rose diese verrückte Idee hatten und Andrea Seehuber und mir diese vorstellten. Aber: Aus der Idee ist längst ein fester Plan geworden. Volksdistanz 2017, Kurzdistanz 2018, Mitteldistanz 2019 und … aber Halt, so weit denken wir jetzt dann doch lieber mal noch nicht. Ich bin jetzt jedenfalls schon mittendrin – kurz gesagt: Der nächste Schritt im Projekt Local Heroes steht an. Volumen 3.0 sozusagen. Mein innerer Schweinehund läuft deswegen schon kreidebleich herum.

Das große Ziel für 2019 heißt also Mitteldistanz beim Eberl-Chiemsee-Triathlon – Das Rennen. Oder anders gesagt: 2 km Schwimmen, 80 km Rad fahren, 21 km Laufen. Klingt doch irgendwie beeindruckend, finden Sie nicht? Und weil die Anforderungen nun halt mal schon recht hoch sind, gehen das Training und der Aufbau diesmal quasi ohne Pause weiter. Und genau deshalb habe ich die vergangenen Wochen einen Plan verfolgt: Ich wollte unbedingt den ersten Halbmarathon meines Lebens schaffen. Echt verrückt irgendwie – Sie wissen schon, vor einem Jahr habe ich daran noch nicht mal im Traum gedacht!

Am Tag der Deutschen Einheit war’s soweit. 19,9 km war die Strecke in Etsdorf lang und ich aufgeregt ohne Ende. Hätte ich aber gar nicht sein müssen, denn ich habe beim Tempel-Marathon wirklich gefinisht – und cool war mein Lauf irgendwie auch und die Veranstaltung sowieso auch. Aber eines ist mir auch klar: Ohne Sven, ohne Bernd und ohne Pamela Gutsch wäre ich nie soweit gekommen.

Vor allem unsere Lauftrainerin Pamela hat mich die vergangenen Wochen ganz schön auf Trab gehalten – und das war auch gut so! Bei Wind und Wetter bin ich also raus. Und ja, ich gebe es sogar gern zu: Das viele Lauftraining hat mir richtig Spaß gemacht. Weil ich Woche für Woche besser geworden bin – und auch schneller. Und im Ziel in Etsdorf bin ich dann wieder mal ein Stück größer geworden. 

Und jetzt? Ganz nüchtern betrachtet: „Ich? Halbmarathon? Ja, das kann ich!“ Und die Reise geht jetzt schnurstracks weiter. Stephanie Brenninger