Gemütlicher Beginn, kraftraubendes Ende

Im Winter ist der Kohlmais in Saalbach fest in der Hand der Ski- und Snowboardfahrer. Aber auch Radfahrer kommen im Pinzgau in den warmen Monaten voll auf ihre Kosten – ob Anfänger, Mountainbiker, Freerider oder Downhill-Fahrer für alle ist etwas geboten. Die zahlreichen Routen in den Kategorien leicht, mittel und schwer sind gut ausgeschildert. Eine anspruchsvolle Tour führt von Saalbach aus hinauf zum Spielberghaus und weiter zur Panoramaalm – und was der Name der Hütte verspricht, trifft auf etwa 1650 Meter auch zu: Die Aussicht ins Tal ist gigantisch. Zuvor muss man dafür allerdings an die 650 Höhenmeter auf acht Kilometern bewältigen.

Vom Zentrum Saalbachs geht’s den Finsterbachgraben hoch zum Spielberghaus, das im Sommer ein beliebter Treffpunkt für die Mountainbiker ist. Ein kurzes Stück muss zu Beginn der Tour entlang der Straße geradelt werden. Nach der ersten großen Rechtskurve geht es nach wenigen Minuten links weg auf eine Schotterstraße, die jedoch gut ausgebaut ist. Hier sind Wanderer und Mountainbiker fast unter sich und können die herrliche Fauna genießen. Allerdings ist ein wenig Vorsicht geboten, denn ab und an fahren Autos zur Hütte rauf oder runter.

Der Weg, der überwiegend durch den Wald führt und damit genügend Schatten bietet, hinauf zum Spielberghaus eignet sich bestens zum Einradeln, 300 Höhenmeter gilt es auf dem ersten Abschnitt zu überwinden. Nur ein kurzer, knackiger Anstieg wartet auf die Radler, ansonsten geht es gleichmäßig durch eine landschaftlich sehenswerte Gegend dahin. Auch für Anfänger ist die Tour bis zum Spielberghaus ohne Probleme zu meistern. Nach gut 30 bis 40 Minuten sollte das Ziel erreicht sein.

Am Spielberghaus, das auf 1311 m Höhe zwischen Kohlmais und Bernkogel liegt, sollte man unbedingt eine erste kleine Rast einlegen, um die herrliche Aussicht zu genießen, aber auch um Kräfte für den zweiten Abschnitt zu sammeln – denn der hat es in sich. Der Weg zur Panoramaalm, der gut ausgeschildert ist, wird nämlich immer schmaler und auch schottriger – vor allem bei der Abfahrt ist hier Vorsicht geboten. Auch die Anstiege werden immer mehr, länger und anspruchsvoller. Es sind kaum noch gerade Abschnitte vorhanden, um sich zu erholen. Zudem gibt es hier kaum noch schattige Passagen. Doch die Schinderei lohnt sich, denn das Panorama am Ziel ist gewaltig. Man sieht auf Saalbach und Umgebung hinab – ein Ausblick der sich nicht nur im Winter lohnt.                                                     SB

Tourdaten:

Ausgangspunkt:

Ortsmitte von Saalbach – Parkmöglichkeiten gibt es etwa beim Schattberg X-press. Die Anfahrt erfolgt über Traunstein, Siegsdorf und Inzell (keine Vignettenpflicht!). Weiter geht es über Lofer, Saalfelden und weiter Richtung Zell am See. In Maishofen muss man Richtung Glemmtal weiter und von dort geht es nach Saalbach-Hinterglemm.

Aufstieg:

Von der Ortsmitte muss man sich links halten, kurz geht es entlang der Straße, dann geht es links hinauf. Dort ist der Weg zum Spielberghaus ausgeschildert. Vorbei am Spielberghaus führt der Weg dann weiter zur Panoramaalm.

Abstieg:

Die Abfahrt entspricht dem Aufstieg, alternativ kann man auch der Panoramaalm-Runde folgen.

Anspruch:

Zum Schluss braucht man eine gute Kondition, um die Steigungen zu schaffen.