Entlang der Piste den Götschenkopf hinauf

 

Ein lohnendes Ziel im Winter ist etwa eine Pistenskitour zum Götschenkopf (1307 Meter), denn die geht eigentlich immer.

Das Beste bei dieser Tour ist: Man kann sie auch noch als Nachmittagstour ganz entspannt machen und sie ist – sofern man am Rande der Piste bleibt – auch lawinensicher. Der erste Teil der Strecke gehört zudem nur den Skitourengehern – ein wahres Paradies also für alle Wintersportler!

Die Tour startet direkt hinter dem Bahnhof Bischofswiesen. Dort geht es gleich mal steil einen Hang hinauf, dann muss man eine kleine Nebenstraße queren, ehe es direkt auf der Piste weitergeht. Nach wenigen Höhenmetern ist linker Hand eine Waldschneise und rechts die breitere Piste. Der Aufstieg sollte nach Möglichkeit durch die Waldschneise erfolgen, denn die Piste wird für die Abfahrt genutzt. In der Waldschneise muss man nach wenigen Metern kurz aufpassen: Denn ein kleiner Bach quert den Weg und die Felle auf den Tourenskiern sollten ja nicht nass werden.

Hat man die Waldschneise hinter sich gelassen, sieht man ein Haus vor sich – das sollte man sich gut für die spätere Abfahrt merken. Denn hier sollte man sich beim Hinunterfahren dann eher links halten, um die schönere Piste für die letzten Meter zu erwischen.

Der Weg geht zunächst dann noch ganz gemütlich dahin, dann nimmt die Steigung des Geländes rapide zu – und eine gute Kondition ist deshalb erforderlich. Die Piste ist meist auch sehr breit, nur einmal gibt es eine Engstelle, bei der man etwas besser aufpassen muss, denn schließlich können jederzeit auch Skifahrer schon wieder abfahren.

Nach gut einer Stunde erreicht man erneut eine Straße, die es zu queren gilt, und nach wenigen weiteren Höhenmetern kommt man dann direkt auf die Piste mit den Skifahrern, welche die Götschen-Sesselbahn nutzen. Hier ist dann meist deutlich mehr los. Doch ganz links am Rand der Piste ist der Aufstieg weiterhin gut möglich. Man folgt dann der Skipiste bis knapp unter die Bergstation der Sesselbahn.

Von dort aus erreicht man durch eine Waldpassage in wenigen, aber steilen Kehren nach gut zwei Stunden den Gipfel (rund 700 Höhenmeter). Oben am Götschenkopf angekommen kann man die herrliche Aussicht hinüber zum Watzmann oder zum Hochkalter genießen, ehe es wieder hinunter geht. Bei der Abfahrt gilt es, zwei Dinge zu beachten: Im oberen Teil sollte die Abzweigung nach Bischofswiesen nicht übersehen werden und im unteren Teil sollte man kurz vor der Waldschneise sich links halten, um nicht wieder den Bach queren zu müssen. Aber meist sind bei der Tour auf den Götschenkopf so viele Spuren der Vorgänger zu sehen, dass man diesen einfach ganz bequem folgen kann. SB

TOURDATEN:

Anreise:

Man fährt über Bad Reichenhall auf der B 20 nach Bischofswiesen. Dort biegt man dann links Richtung Götschen ab, aber gleich nach der Überführung geht es links auf den Parkplatz direkt hinter dem Bahnhof Bischofswiesen. Die Anreise ist übrigens auch mit der Bahn (Strecke: Freilassing – Berchtesgaden) gut möglich, die stündlich fährt.

Aufstieg:

Direkt am Parkplatz geht’s auf die Piste – das sind perfekte Bedingungen. Meist sieht man gut die Spuren seiner Vorgänger und man muss sich einfach entlang der Piste Stück für Stück nach oben arbeiten.

Abstieg:

Hinunter geht’s auf dem gleichen Weg. Achtung: Die Abfahrt nach Bischofswiesen sollte nicht verpasst werden und natürlich muss man auf Tourengeher achten, die auf dem Weg nach oben sind.

Anspruch:

Teilweise geht es steil hinauf, etwas Kondition ist also erforderlich. Die Tour ist aber auch gut für Anfänger geeignet – und man kann auch jederzeit umdrehen und einfach die Piste wieder hinunterfahren.