Auf den höchsten Gipfel der Chiemgauer Alpen

 

Bei dieser Skitour im recht schneesicheren Unkener Heutal hat der Tourengeher wirklich alles, was er sich nur wünschen kann: eine nicht zu weite Anfahrt, wunderschöne Hänge, eine Einkehrmöglichkeit mitten auf der Tour, eine gigantische Aussicht – und noch dazu ist man, wenn man am Gipfel des Sonntagshorns (1961 Meter) oben angekommen ist, auf dem höchsten Berg der Chiemgauer Alpen. Und wer von der Tour auf das Sonntagshorn noch nicht genug hat, der kann auch noch den zweiten Gipfel, das Peitingköpfl (1720 Meter), in Angriff nehmen.

Beide Touren eignen sich auch hervorragend für Einsteiger. Denn hier gibt es viele Pistenvarianten zum Probieren und Testen. Noch dazu kommt, dass der Berg von keiner Bahn oder Lift erschlossen ist – die Tourengeher sind also wirklich (fast) unter sich. Denn auch andere Wintersportler nutzen diese traumhafte Winterlandschaft. Hinauf zur Hochalm führt nämlich auch ein beliebter Winterwanderweg, der auch als Rodelbahn genutzt wird. Die Skitourengeher müssen diesen Weg auch ein kurzes Stück nutzen – sowohl beim Hinaufgehen als auch beim Hinabfahren ist deshalb in diesem Bereich Vorsicht geboten.

Aber der Reihe nach: Unten am Parkplatz geht der Weg recht schnell in den Wald hin-ein. Nach einem ersten kurzen Anstieg sollte man sich dann eher rechts halten und tiefer in den Wald hinein tauchen. Am besten ist: Man folgt einfach den Spuren seiner Vorgänger, denn die sind meist aufgrund der starken Frequentierung schon vorhanden. Man kann sich aber natürlich auch links halten und damit ganz einfach der Piste folgen.

Ein Tipp: Auf der Piste kann es unter Umständen auch schnell eng werden – und damit auch gefährlich: Skitourengeher (aber natürlich auch andere Wintersportler wie etwa Schneeschuhgeher) sollten deshalb immer den Rand der Piste für den Aufstieg nutzen.

Nach den ersten Höhenmetern kommt man dann auf den Winterwanderweg. Diesem müssen nun auch die Tourengeher folgen – und zwar mindestens bis zu den ersten Almen. Dann gibt es zwei Varianten: Man kann nämlich bereits bei der letzten Alm rechts den Weg hinauf zum Peitingköpfl aufsteigen oder aber man bleibt vorerst auf dem Weg und geht bis zur Hochalm weiter, die auf 1400 Meter liegt. Von hier aus geht’s dann direkt weiter aufs Sonntagshorn. Oben angekommen hat man rund 1000 Höhenmeter zurückgelegt, für die man rund 2,5 Stunden braucht.

Geht man erst Richtung Peitingköpfl, kommt man am Ennsmannkaser vorbei und steht dann im freien Gelände. Von hier gibt es nach oben zum Gipfel mehrere Aufstiegsvarianten, die gut zu erkennen sind. So oder so: Nach dem Aufstieg warten wunderschöne Hänge zum Hinunterfahren auf die Tourengeher – und ein Einkehrschwung auf die Hochalm lohnt sich auch allemal.

TOURDATEN
Anfahrt:

Man fährt über Bad Reichenhall Richtung Lofer. Dann geht es rechts Richtung Unken, man folgt der Beschilderung bis ins Heutal. Man parkt am besten am P 2 (gebührenpflichtiger Parkplatz direkt bei der Kletterwand).

Aufstieg:

Zunächst geht der schmale Weg durch den Wald (Schild beachten), dann geht’s ein kurzes Stück an der Piste entlang, bevor man auf den Rodelbahnweg trifft. Diesen Weg folgt man bis zur Hochalm. Dann geht’s im Zick Zack weiter aufs Sonntagshorn. Variante: Peitingköpfl; Auf dem Weg zur Hochalm kommt man auch an einigen Hütten vorbei. Wenn man bei der letzten Hütte rechts abzweigt, geht’s direkt zum Peitingköpfl.

Abfahrt:

Hier gibt es gleich mehrere Varianten – aber natürlich kann man auch genauso hinunterfahren, wie man hinaufgegangen ist.

Lawinengefahr:

Meist gering; oberhalb der Hochalm kann es in Extremsituationen stellenweise gefährlich werden (Schneebretter).

Literatur:

»Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen, mit Kaiser und Steinbergen«, Rother Skitourenführer.

Anspruch:

Da es mehrere Varianten im Aufstieg und bei der Abfahrt gibt, ist die Tour interessant und abwechslungsreich. Sie ist aber gut zu schaffen und bietet auch für Einsteiger gute Bedingungen. Und sollte man wirklich einmal nicht mehr können, kann man jederzeit auch umdrehen. SB