Ich hab’s wirklich wieder getan – am Wochenende war das Team »Local Heroes & Friends« bei der 5. Bioteaque Sports Chiemgau-Team-Trophy am Start. Wirklich eine Top-Veranstaltung!

Nur einen kleinen Haken gab’s für mich im Vorfeld: Ich konnte doch praktisch nicht Langlaufen! Also, habe ich das Langlauf-Training in diesem Winter so lange hinausgezögert, wie es nur ging.

Sechs Tage vor der Veranstaltung war’s dann aber so weit. Nichts wie rauf auf die Bretter! Und ehrlich: Am liebsten hätte ich die beiden Skier nach fünf Minuten wieder da hingeworfen, wo sie herkamen – nämlich in die Ecke. Meine Langlauf-Karriere wäre dann halt eben rasch beendet gewesen! Aber gut, sie hat vergangenes Jahr ja auch recht spontan begonnen…

Gut nur, dass an diesem Tag Babs an meiner Seite war. Sie kann Langlaufen und hat mir solange gut zugeredet, bis ich doch weitergemacht habe. Und zwar mit den Skatingskiern in der Klassik-Spur! Ist zwar verdammt anstrengend, aber das geht auch. Und was soll ich sagen: Jetzt geht’s plötzlich! Und ja, es hat sogar ein klein wenig Spaß gemacht. Na gut, okay, ich gebe es zu, es hat sogar richtig viel Spaß. Vor der Trophy bin ich gleich noch ein zweites Mal raus zum Trainieren. Und man glaubt es kaum, Langlaufen ist anstrengend, wenn man es plötzlich einigermaßen richtig macht! Dann war’s aber auch gut mit der Vorbereitung. Die Trophy konnte kommen!

Sechs Starter waren wir diesmal in unserem Team. Meine beiden Trainer Bernd Rose und Pamela Gutsch waren natürlich auch dabei. Keine gute Idee eigentlich. Denn sie haben noch vor dem Start für die nächsten Trainingswochen jede Menge Unsinn ausgemacht. Sogar in meiner Mittagspause soll ich jetzt trainieren! Mein Schweinehund hat auf der Stelle zum Weinen angefangen. Ich habe mal lieber nicht protestiert – bei Trainern weiß man ja nie, was man deswegen dann mal aufs Trainingsprogramm geschmiert bekommt!

Gut nur, dass es dann endlich losging. Und die beiden nicht noch mehr Trainingspläne schmieden konnten. Die Trophy selber war wieder ein Traum. Für mich persönlich auch, weil ich diesmal wirklich weit gekommen bin. Ganze 21 km! Von Inzell bis nach Ruhpolding – und das auf Langlaufskiern. Ganz ohne Shuttlebus.

Das wiederum habe ich Pamela Gutsch zu verdanken. Meine Trainerin war nämlich die ganze Zeit an meiner Seite – was mir während der Trophy allerdings nicht ganz so gut geschmeckt hat. Ich wäre nämlich nach der ersten Genussstation einfach in den Bus gestiegen und hätte mich ein wenig shutteln lassen. Aber da habe ich halt die Rechnung ohne Pam gemacht. Die hat mich einfach nicht in den Bus steigen lassen. Und Sie wissen ja, seinen Trainern sollte man nicht widersprechen. Also, ging’s für mich auf den Skiern weiter.

Kurz vor dem Ziel in Ruhpolding haben wir dann zwei unserer Teamkollegen getroffen – nämlich Anja und Franziska. Perfektes Timing, perfektes Rennende!

Was bleibt, ist die Erkenntnis: Man muss nicht immer alle perfekt können, Hauptsache man probiert es und bleibt dran! Ich werde nächstes Jahr wohl wieder mit meinem Team bei der Chiemgu-Team-Trophy starten. Denn die Trainer haben meinen Urlaubsantrag für Januar gleich mal abgelehnt. Okay, gut. Dann eben wieder Langlaufen. Und vielleicht ist dann ja auch nochmals ein wenig mehr drin als 21 km. Und jetzt ab zum Triathlon-Training! Man hört sich. Stephanie Brenninger