Die erste Trainingswoche ist geschafft. Unser Trainer Bernd hat uns beiden Local Heroes, Andrea und mir, für den Auftakt ein individuelles Training aufgetragen – dreimal in der Woche sollen wir jeweils eineinhalb Stunden lang etwas machen.

Hoch motiviert gehe ich also meine ersten Trainingseinheiten an – zwischendurch steht übrigens auch noch ein Gesundheitscheck bei meinem Hausarzt an. Ich entscheide mich zum Start mal fürs Laufen, da hab ich halt einfach die meiste Erfahrung. Und fürs Rennradfahren draußen ist es nach der Arbeit momentan einfach noch zu kalt, finde ich zumindest.

Mein Schweinehund meldet sich natürlich auch zu Wort. Er ist damit ganz und gar nicht einverstanden: Auf der Couch wäre es doch viel gemütlicher, meint er. Aber ich höre nicht auf ihn. Also, rein in die Trainingsklamotten und los geht’s.

Ich bin ehrlich: Nach 20 Minuten habe ich bereits das erste Mal auf die Uhr geschaut. Ich dachte wirklich, ich bin schon länger unterwegs. Aber gut, dann habe ich halt noch ein wenig was vor mir. Ich laufe weiter. Zwischendurch kommt mir eine ganze Fußballmannschaft entgegen – laufenderweise versteht sich. Und ich musste an meine Zeit als Fußballerin denken, da mussten wir in der Wintervorbereitung auch immer ganz viel laufen.

Der Trainer der Herrenmannschaft ist übrigens auch ziemlich erbarmungslos. Er lässt seine Spieler nämlich dann auch Treppen laufen. Auch das kenne ich. Puh, das schaut echt anstrengend aus. Es sind nämlich ziemlich viele Treppen mit einer ganz schönen Steigung. Das muss jetzt noch nicht sein, denke ich mir, aber in ein paar Wochen wäre das als Einheit vielleicht auch gar nicht so schlecht für mich. Aber das ist jetzt noch Zukunftsmusik.

Wenig später habe ich mein mir gestecktes Laufpensum erfüllt. Und ziemlich stolz bin ich dann daheim zur Tür rein. Mein Plan ging damit auch auf – fast zumindest: Denn ich habe schnell geduscht, damit ich dann Champions League schauen kann! Ich hab’s auch fünf Minuten vor dem Anstoß der Partie tatsächlich auf die Couch geschafft – aber vom Spiel habe ich rein gar nichts mehr gesehen. Denn ich bin sofort eingeschlafen – laufen ist wohl doch anstrengend…

Mein Schweinehund jedenfalls lacht mich am nächsten Tag gleich aus: Das hast jetzt davon, meldet er sich zu Wort. Der regt mich vielleicht auf! Das wird ihm spätestens am Abend vergehen, da geht’s nämlich daheim auf dem Spinningrad weiter.

Danach ist erst einmal zwei Tage Regeneration angesagt und die sind auch nötig. Aber dann gehe ich gleich das erste Mal schwimmen – und ich freue mich drauf! Auch die Einheit ziehe ich durch. Jetzt bin ich mal gespannt, wie dann mein erster Trainingsplan ausschauen wird. Ein wenig wie ein richtiger Triathlet fühle ich mich aber jetzt schon! Stephanie Brenninger