Um es gleich vorwegzunehmen: Ich bin jetzt Triathletin! Also kein Azubi mehr, denn meine Premiere beim 6. Eberl-Chiemsee-Triathlon über die Volksdistanz (500 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen) habe ich gemeistert – und ja, ich bin stolz auf mich und ich habe deswegen seit Samstag ein immer noch anhaltendes Dauergrinsen im Gesicht! Und ja, ich war auch ein wenig nervös vor dem Start, aber das war gar nicht so schlimm wie befürchtet. Dafür war’s gleich beim Schwimmen – übrigens war das ohne Neoprenanzug, weil das Wasser so warm war – umso heftiger. Das hat nämlich nicht so ganz geklappt (ja, ich bin fast die gesamte Strecke Brust geschwommen, weil ich mich mit den ganzen Leuten im Wasser einfach nicht anders rausgesehen habe). Aber was soll’s, man muss ja auch was zum Üben haben – und nächstes Mal will ich dann unbedingt kraulen! Dafür war’s auf der Rad- und Laufstrecke dann umso besser – vor allem bin ich immer größer geworden, als ich beim Laufen an meinem geliebten Hügel (ich meine also den kleinen, gemeinen Anstieg) gleich einige Männer überholt habe, die sind da doch tatsächlich reihenweise gegangen. Aber ich habe durchgehalten. Und in der Wechselzone gab’s übrigens auch gar kein Problem – ist ja auch alles perfekt angeschrieben und organisiert!

Und zum Abschluss bleibt mir jetzt nur noch eines: Danke sagen. An Sven Hindl, dem Veranstalter, für seinen unermüdlichen Einsatz für uns »Local Heroes« und natürlich überhaupt für dieses coole Projekt. An Bernd Rose, unserem Trainer, der uns Woche für Woche mit seinen Trainingsplänen die Tage versüßt hat. An Lauftrainerin Pamela Gutsch für ihre Tipps und ihre ansteckend gute Laune. An Andrea Seehuber, meine Mitstreiterin, die wie ich die Aufgaben der vergangenen Wochen und Monate souverän gemeistert hat! An die ganzen freiwilligen Helfer, ohne die das Renn-Wochenende so gar nicht möglich gewesen wäre. An meine Familie, an meine Freunde, an meine Chefs und an meine Kollegen für ihre permanente Unterstützung und ihre aufmunternden Worte – und ihr seid wahrlich alle zusammen der beste Fanclub der Welt, wie man am Samstag  ja gesehen und vor allem gehört hat! An Physiotherapeutin Sandra Wieshuber, die meine Schulter wieder fit gemacht hat. Natürlich bei Ihnen, liebe Leser, für die ganzen positiven Rückmeldungen, die ich in den vergangenen Wochen immer und immer wieder erhalten habe. Jede einzelne hat mich riesig gefreut und vor allem auch angespornt, nie aufzugeben!

Und natürlich auch an meinem inneren Schweinehund. Ja, von dem haben sie schon lange nichts mehr gehört! Er hat mich gerade am Anfang des Trainings tierisch genervt. Aber ich habe ihn gebraucht, er hat mich angetrieben – bei Wind und Wetter bin ich trotzdem raus, nur um es ihm zu zeigen! Doch plötzlich war er weg. Sie erinnern sich – er hat irgendwann aufgegeben und ist in den Urlaub gegangen! Ich hab’s dann ganz ohne ihn geschafft. Nur in Chieming war er dann dabei – und hat am Ufer doch wirklich Samba getanzt. Denn auch ihn freut es doch irgendwie, wenn es mir gut geht! Und das tut es – so ein Triathlon-Virus ist nämlich echt etwas Schönes!

Aber jetzt lege ich mal ein paar Tage die Füße hoch. Aber nicht lange, es kribbelt nämlich schon wieder und der nächste Wettkampf steht allerspätestens im August an. Und: Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir uns auch 2018 am Chiemsee wieder treffen würden – bei der dann siebten Auflage des Eberl-Chiemsee-Triathlons! Ich werde sicher wieder am Start sein (das habe ich übrigens auch schon unvorsichtigerweise im Zielinterview mit Bernd-Uwe Gutknecht angekündigt)! Dann vielleicht sogar über die Kurzdistanz. Oh, dann sollte ich jetzt aber wohl doch gleich wieder trainieren gehen! Stephanie Brenninger