Als Sven Hindl, der Veranstalter des Eberl-Chiemsee-Triathlons, mich vor ein paar Wochen gefragt hat, ob ich mit Triathlon weitermachen werde. Kam die Antwort prompt: „Ja, klar!“ Und ich nannte auch gleich mein Ziel: „2018 möchte ich über die Kurzdistanz starten.“ Sven freute sich und fügte noch hinzu: „Und 2019 dann über die Mitteldistanz?“ „Oh, nein, das schaffe ich nicht“, war meine prompte Antwort. Schon der Gedanken allein ganz am Ende noch einen Halbmarathon laufen zu müssen, machte das „Nein“ für mich noch klarer.

Kurz danach gab’s die offizielle Abschlussbesprechung zum Projekt „Von Null auf Triathlon“. Meine Mitstreiterin Andrea Seehuber und ich waren schon ein wenig wehmütig, blickten aber auch voller Stolz auf das Erreichte zurück. Komisch nur, dass Sven Hindl und unser Trainer Bernd Rose so ganz und gar nicht traurig waren. Und das aus gutem Grund – wie Andrea und ich wenig später dann auch erfahren sollten.

Es war nämlich gar kein Abschiedsessen, sondern vielmehr der Beginn eines noch größeren, eines noch waghalsigeren Projekts. Die beiden schlugen uns vor, das Local-Hero-Projekt fortzusetzen – und zwar über zwei Jahre und mit dem Ziel, 2018 über die Kurzdistanz zu starten und 2019 über die Mitteldistanz. Ehrlich: Mir stockte der Atem! „Ich? Mitteldistanz? Nie im Leben.“ Und auch mein innerer Schweinehund rebellierte wie wild: „Die wird doch jetzt nicht?“ Und doch, sie wird. Mein anfängliches Zögern war nur von kurzer Dauer. Andreas „Ja“ kam so spontan und voller Freude, dass auch meine Augen zu leuchten begangen. „Ich, also. Mitteldistanz. Ja, warum eigentlich nicht!“ Meinen Schweinehund hat’s daraufhin glatt umgehauen. Ob er sich von dem Schock wieder erholen wird, weiß ich noch nicht. Ich würde schon darauf hoffen, denn gerade in den Wintermonaten brauche ich den Kerl doch für die Extraportion an Motivation!

Und ich wiederhole mich in dem Fall wirklich gern, denn schon ganz am Anfang des Projekts habe ich mal geschrieben: Was da jetzt auf mich zu kommen wird, weiß ich nicht. Es werden auf jeden Fall spannende, aber auch sehr intensive zwei Jahre werden – voller Training, Höhen und Tiefen, spannender Leute, interessanten Wettkämpfen und, und, und…. ! Ich halte euch auf den Laufenden – aber jetzt muss ich trainieren gehen! Bis die richtige Vorbereitung auf die Kurzdistanz beim Eberl-Chiemsee-Triathlon am 24. Juni 2018 im Februar beginnt, heißt es fit bleiben!  Stephanie Brenninger

 

Hier gibt’s noch die offizielle Pressemitteilung zum Projekt: 

Local Hero: Der nächste Schritt

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht: 2018 geht der Eberl-Chiemsee-Triathlon nun schon in seine siebte Runde. Und das Triathlon-Festival rund um Chieming hat sich schnell weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Sven Hindl, Cheforganisator der Wechselszene, achtet dabei Jahr für Jahr darauf, dass für Spitzensportler, Hobbytriathleten und Gehörlose- und Paratriathleten gleichermaßen beste Voraussetzungen gegeben sind.

Und ein ganz besonderes Projekt läuft dabei seit Anfang an: Local Heroes. Dabei wird Sportlern, die noch nie an einem Triathlon teilgenommen haben, die Möglichkeit geboten, erstmals das Erlebnis Triathlon hautnah mitzuerleben – von Null auf Triathlon quasi. Und das mit professioneller Hilfe, denn Bernd Rose steht den Sportler den gesamten Projektzeitraum zur Seite und  macht sie mit einem gezielten Training fit für die Premiere.

Und auch 2018 wird das Projekt fortgesetzt – und doch ist diesmal alles ein wenig anders. „Wir gehen jetzt einen Schritt weiter. Wir wollen unsere beiden Local Heroes aus diesem Jahr, Andrea Seehuber und Stephanie Brenninger, zwei weitere Jahre begleiten“, sagt Sven Hindl. „Mit dem Ziel, dass die beiden 2018 über die Kurzdistanz starten werden und 2019 dann über die Mitteldistanz.“ Und Bernd Rose sagt zu den Beweggründen: „Es ist einfach ein absolut spannendes Projekt, mit den beiden diesen Weg zu gehen. Es ist ja auch für mich als Trainer eine Herausforderung, die beiden dabei zu begleiten und ihnen das zu ermöglichen.“

Bernd Rose ist überzeugt, dass die beiden Triathlon-Neulinge, auch diese Herausforderung meistern werden. „Es steht den beiden ein hartes Stück Arbeit bevor, aber auch eine wahnsinnig spannende Zeit“, verspricht er. Die beiden Triathletinnen haben in diesem Jahr jedenfalls schon richtig Blut geleckt und freuen sich auf die neue Aufgabe. „Am Anfang wussten wir nicht so recht, was auf uns zukommt. Aber am Ende waren wir richtig traurig, als wir sonntags keine Trainingspläne mehr von Bernd bekommen haben“, sagen beide unisono. „Es war einfach eine wahnsinnig spannende Zeit.“

Bernd Rose hat die beiden auf den Punkt fit gemacht für ihren ersten Volkstriathlon. Und dabei kann er auf einen breiten Erfahrungsschatz setzen. Denn erstens war Bernd Rose selbst lange Jahre Triathlet, und zweitens kann er auch seinen Beruf als Physiotherapeut und Osteopath bestens einbringen. „Beruflich werde ich sehr häufig mit den Schattenseiten des Sports konfrontiert“, sagt er. „Im Triathlon ist meistens falsches Training der Grund für Überlastungsprobleme und andere körperliche Beschwerden, aber auch Leistungsstagnation.“ Durch seine gezielte Trainingssteuerung kamen Andrea Seehuber und Stephanie Brenninger aber bestens durch die Vorbereitungszeit.

„Gerade bei Einsteigern muss in erster Linie natürlich der Spaß im Vordergrund stehen“, sagt Rose. „Und davon hatten wir wirklich eine jede Menge“, sagt Stephanie Brenninger.  „Aber dennoch war es eine ernstzunehmende Herausforderung. Schließlich will man sich für die Möglichkeit, an dem Projekt teilnehmen zu dürfen, erkenntlich zeigen und sein Bestes geben“, ergänzt Andrea Seehuber.  

Zudem standen ja auch die Partner der Wechselszene den beiden Neulingen zu jederzeit mit Rat und Tat und auch mit Equipment zur Seite. Bei hp cosmos etwa gab’s zusammen mit Lauftrainerin Pamela Gutsch einen Leistungsdiagnostik, die auch in den kommenden beiden Jahren wieder durchgeführt wird. Auch Syntace, Airstreem, Aqua Sphere, Puma, Kiwami, PowerBar und Specialized unterstützen das Local-Hero-Projekt nach Kräften.

Andrea Seehuber und Stephanie Brenninger schafften ihr erstes Rennen beim Eber-Chiemsee-Triathlon dann auch mit Bravour. „Es war das perfekte erste Rennen,“ schwärmt Andrea Seehuber, „eine tolle Stimmung durch die vielen Leute, die uns angefeuert haben. Zudem haben wir am Samstag einwandfreie Wettbewerbsbedingungen am Chiemsee erwischt, das alles hätte nicht besser sein können.“ Stephanie Brenninger ergänzt:  „Vor allem die letzten Meter vor der Ziellinie waren Gänsehaut pur.“

Und jetzt geht’s schnurstracks weiter – 2018 folgt jetzt also die Kurzdistanz über 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen. „Vorm Schwimmen habe ich am meisten Respekt“, sagt Stephanie Brenninger, „aber im Winter haben wir ja jede Menge Zeit, die Grundlagen für ein erfolgreiches Wettkampf-Jahr 2018 zu legen.“

„Mich begeistert, an wie vielen Schrauben man eigentlich drehen kann, um seine Leistung zu verbessern“, hebt Andrea Seehuber hervor, „und das ist auch mein Ziel für die nächsten zwei Jahre: schneller und besser zu werden, um den neuen Distanzen gewachsen zu sein.“ Beide sind sich einig: Wir freuen uns auf die intensive Zusammenarbeit, auf alles, was 2018 und 2019 bringen wird.“ Die Erfolgsgeschichte geht weiter:  Local Hero – der nächste Schritt!